Wissenswertes über Silber, Gold und Steine  
   
   
   

Silber

Gold Steine Glossar  

Silber 925/ooo:
Der Stempel 925 bedeutet, mindestens 92,5 % sind reines, also 999/ooo Silber. Der Rest darf nur Kupfer sein.
Reines Silber ist nur zu 999 von 1000 Teilen rein.
Ist das Schmuckstück nicht gestempelt, ist es entweder kein Si. oder minderwertiges Silber.

Silber haben wir in fünf Oberflächen im Laden:

Glanzsilber: Pflegen nur mit Silberputztuch oder Silberbad (hier Vorsicht bei Vergoldungen, niemals bei Lapislazuli oder anderen opaken Steinen).

Mattiertes Silber: Pflegen nur mit Haushaltsscheuermilch (Tropfen auf den Finger, Stück gut einreiben bis es schwarz wird, mit Wasser gut abspülen, abtrocknen, fertig. (Achtung bei Vergoldungen!!) Oder auch natürlich Silberbad.

Gefrostetes (gekratztes) Silber: Putzen ausschließlich im Silberbad! (Oberflächenzerstörung bei allen anderen Putzarten)

Geschwärztes Silber: Silber wird mit Säure zur Oxidation gebracht.
Die auftretende Schwärzung wird leicht abpoliert, so daß sie einen matten Schimmer erhält.

Silber rhodiniert: Silber wird mit Rhodium galvanisch überzogen.
Galvanische Verbindungen erzeugt man im im Elekrolytbad, ein
Verfahren auf elektrochemischem Weg, das ein Metall dauerhaft an ein anderes bindet.

Silber ist ein relativ weiches Metall und es reagiert, wie auch Gold, mit Sauerstoff. Das heißt, daß Silber an der Luft im Laufe der Zeit dunkler wird.
Auch mit den Säuren der Haut können manchmal Reaktionen auftreten. (Schwarzwerden des Schmuckstückes oder Grünwerden der Haut. Hängt oft vom persönlichen Befinden ab!)
Die Reaktion des Silber kann man verzögern, indem man das Silber feinversilbert, also auf die Oberfläche des 925er Silbers einen Überzug von 999/ooo Silber galvanisch aufbringt. Eine zweite Möglichkeit ist der Anlaufschutz (Geheimnis jeden Herstellers). Der Anlaufschutz geht aber meist mit dem ersten Putzen des Schmuckstückes ab.

Silber kann auf seiner Oberfläche mit Gold in allen seinen Legierungen verbunden werden. Dies geschieht auf zweierlei Arten:

1. Elektrochemisch: Gold wird in einer hauchfeinen Schicht elektrolytisch auf das Silber aufgebracht. (In Stärken von 3-12 micron).

2. Mechanisch: Gold oder eine seiner Legierungen wird auf das Silber aufgelötet. Dies geht natürlich nur ab einer gewissen Materialstärke des Goldes, so daß dieses Verfahren immer teurer als das erste ist.